11.11.11

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Es ist nun wieder so weit…. die Karnevalszeit wird heute wieder eingeläutet und dieses Mal zu einem historischem Datum, nämlich den 11.11.11 um 11.11 Uhr!!!!

In vielen Regionen beginnt heute die Fastnacht, Fasent oder Karneval. Hierbei werden pünktlich um 11.11 Uhr von den Vereinen die korken knallen gelassen und es wird sich auf die 5. Jahreszeit eingestimmt, gesungen und gefeiert!

Wenn das mal kein schöner Start ist?!

Fastnacht im Mittelalter

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Im 12. Jahrhundert bis zum Ende des 16. Jahrhunderts feierte man in Kirchen sogenannte “Narrenfeste”, wobei es eigentlich keine kirchlichen Feste waren. Das Fest wurde um den 6.Januar gefeiert und hier war es der unteren Schicht erlaubt, sich über die höher Priviligierten, besonders der Geistlichen, lustig zu machen. so wurden “Pseudopapste” und “Kinderbischofe” ernannt. Ganz in Gestalt einer Prozession wurde dann das gesamte Volk in die Festivitäten mit einbezogen. Aber nicht nur zu Beginn des Jahres wurden diese Feste gefeiert, sondern auch an den eigentlichen Karnevalstagen waren diese Narrentage weit verbreitet.

Erste Aufzeichnung einer Fastnachtlichen Veranstaltung kann man in Speyer finden. Dort in den Speyerer Chroniken aus dem Jahre 1612 von Christoph Lehmann wird berichtet, dass man schon im Jahre 1296 Fastnacht gefeiert hat bei dem die Bediensteten des Bischofs ihn nachgemacht und auf Korn genommen haben sollte, was jedoch in einer Schlägerei zwichen den Bediensteten und der Belegschaft des Bischofs endete, dies aber nie verurteilt wurde und sich im Sand verlief.

Die Fastnacht im Mittelalter wird auf die augustinischen Lehren vom Zwei-Staaten-Modell zu. Die doch oft ausgeartete Fastnacht wurde von der Kirche geduldet, aber nicht zuletzt steht sie für die civitas diaboli (Staat des Teufels).
Am Aschermittwoch jedoch musste dieses Gelage enden, um wieder zu Gott zu finden. Diejenigen, die nicht aufhörten zu feiern, wurden danach hart von der Kirche bestraft.

Den Höhepunkt der mittelalterlichen Fastnacht erlebte der deutschsprachige Raum im 14. und 15. Jahrhundert, hier tauchte auch vermehrt der Narr auf, der im didaktischen Sinne auf die Vergänglichkeit der Fastnacht hinweisen sollte.

Bild: Schembartläufer; Quelle: Wikipedia

Surftipp: Das Narrenwiki

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Ein sehr interessantes Nachschlagewerk in Sachen Karneval bzw. Fastnacht ist das Narrenwiki. Aufgebaut und im gleichen Prinzip wie das bekannte Wikipedia, können hier begeisterte Narren alles rund um die 5. Jahreszeit hineinschreiben. Gesammelt wird alles über Vereine und Zünfte, Brauchtum, Geschichte uvm. Somit ist das Narrenwiki mittlerweile schon ein umfangreiches Nachschlagewerk geworden.
Zur Zeit verfügt das Wiki über 1269 Artikel und 693 Bilder und wächst stetig an.
Ein Surtipp für jeden Jecken und Narren!!!

Bild: Startseite Narrenwiki

Die heiße Phase beginnt

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In manchen Gebieten hat die Fastnacht schon Einzug gehalten und das erste Januar Wochenende hatte schon Umzüge und Abendveranstaltungen für die Bevölkerung zu bieten. Auch wenn die richtige Fastnacht erst vom 3.-8. März ist, werden bis dort hin jedes Wochenende unzählige Veranstaltungen sein, auf der man natürlich bestens gerüstet sein muss.
Wer keine passenden Kostüme im Schrank hat, oder seine alten nicht mehr sehen kann, kann sich noch schnell im Internet ein neues Outfit zulegen.
Eine riesen Auswahl an Kostümen gibt es zum Beispiel im Karneval-Megastore oder beim buttinette Faschingsshop.

Das Häß

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Das Häß bezeichnet das Karnevalskostüm bzw. die traditionelle Tracht der Narrenzünfte des Süddeutschen Raumes. Besonders in den Regionen der Schwäbisch-Allemannischen Fastnacht wird diese Ausdrucksweise verwendet.
Anders, als in den nördlicheren Karnevals- oder Fastnachsregionen, wird hier sehr auf traditionelle Bräuche gesetzt. Somit werden beispielsweise keine politischen oder gesellschaftlichen Themen an Fastnacht aufgegriffen, sondern jährlich aufs Neue die Tradition der Winteraustreibung gefeiert.

Bild: Schwenniger Hansel

Das Häß an sich besteht aus einer handgeschnitzten Holzmaske und einem handgefertigten Narrenkleid.
Die Darstellung der Häß in den verschiedenen Zünften ist jedoch völlig unterschiedlich.
Eines der meist verbreitetsten Häß ist die Hexe. Weiterhin folgen eine Vielzahl an dämonischen Getalten,
aber auch regional- oder Ortsbezogene Gegebenheiten fließen oft in das Häß hinein. So besitzen Ortschaften oder Städte, die für eine bestimmte Eigenschaft bekannt sind, oft diese in Form eines Häß.
Als Verkörperungen in Form eines Häß werden gerne genommen z.B. Geschichtliche Gegenstände oder Personengruppen, die aus dem Ort bekannt sind, Lebensmittel, wie Obst- oder Gemüsesorten, Verkörperung der Elemente, vergessene oder seltene Handwerkerberufe oder auch Tiere und vieles mehr.

Der Gestaltung eines Häß wurde keine Grenzen gesetzt und dies wird meist als Identifikation der Zunft und der Ortschaft bzw. Stadt verwendet. Viele Narrenzünfte bestehen schon seit Jahrzehnten, manche sogar Jahrhunderten.

Die verwendeten Materialien eines Narrenkleides sind genau so unterschiedlich, wie die Verkörperungen.
Sämtliche Materialien werden verwendet, um ein Häß zu gestalten, die Einen haben Holzelemente, die Anderen aus Papierelemente, Tierische Felle oder Federn, aber das weitverbreitetste Material ist Filz. Mit diesem strapazierfähigen Material werden die unterschiedlichsten Formen und Farben für ein Häß gestaltet.
Es gibt Spättle, oder auch Plätzle, genannte Häß, die kleine, meist rundlich geschnittene Filzstücke über das Häß verteilt haben, angeordnet, ähnlich wie die Dachziegel eines Hauses.
Hier zwei Beispielbilder von Spättle-Häß…
Bild: Plätzlerzunft Weingarten
Bild: Spättlehansel Offenburg

Wer nun mehr über diese Bräuche, Narrenzünfte und deren Häß erfahren möchte, kann dies auf den beiden größten Vereinigungen der südlichen Fastnacht tun.

Dies ist zum einen, der wohl bekannteste, die Vereinigung Schwäbisch-Allemannischer Narrenzünfte
oder auch den Verband Oberrheinischer Narrenzünfte.
Es gibt noch eine weitere Anzahl an Vereinigungen, die freundschaftlich mit diesen oben genannten zusammen arbeiten.

Bildquellen nach GNU-Lizenz durch Wikipedia


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